Interview mit MPathy

Musikalische Magie und Offenheit im Fokus!

MPathy

MPathy: Die Persönlichkeit hinter den Beats enthüllt!

Tauche ein in das faszinierende Universum von MPathy, dem Klangabenteurer mit einer Jugend ohne elektronische Liebe. Erfahre, wie Fleiß, Ehrgeiz und offene Herzenswärme die Grundpfeiler seines Erfolgs bilden. Von harten Techno-Wurzeln bis zur Entfaltung im Melodic Techno – begib dich auf eine Reise durch die vielschichtigen Emotionen und unerzählten Geschichten, die seine Musik prägen. Bist du bereit, die Seele hinter den Beats zu entdecken?

1. Wie möchtest Du alt werden? Wenn du dir vorstellst, persönlich in Zukunft auf dein Leben zurückzublicken, wie möchtest du, dass die Menschen sich an dich und deine persönlichen Erfahrungen erinnern?

Es wäre toll, wenn sich auch noch in vielen Jahren Menschen an meine Musik erinnern und ich vielleicht auch meinen Teil dazu beitragen konnte Menschen daran zu erinnern, was wir gemeinsam haben. In diesem Fall die Liebe zur Musik und das, was Musik bewirken kann. Für mich ist Musik, vor allem elektronische Musik, eine Art Esperanto, also eine Sprache, die wir alle sprechen und die uns Menschen vereint. Egal wo wir herkommen, egal welche religiösen und politischen Präferenzen wir haben. Ansonsten hoffentlich glücklich, zufrieden und vor allem gesund.

MPhaty Interview Frage 1

2. Größter Fehler im Leben: Gibt es einen persönlichen Fehler oder eine Entscheidung in deinem Leben, der/die einen prägenden Einfluss auf dich hatte und aus der du wichtige persönliche Lehren gezogen hast?

Ich würde dies nicht als Fehler bezeichnen, aber sicher trifft man im Leben Entscheidungen, die einen erheblichen Einfluss auf die Zukunft haben. Und dies gilt natürlich für sämtliche Bereiche des Lebens. Wenn ich jetzt aber Bezug zu der Musik nehme, ich komme ursprünglich von sehr hartem Techno und würde lügen wenn ich sage, dass mir die Musik heute nicht mehr gefällt. Ich habe in dem Genre auch Leute kennen gelernt, zum Teil auch mit ihnen studiert, die heute so gut wie jeder kennt. Da ich mich in den letzten 10 Jahren hauptsächlich mit Melodic Techno beschäftigt habe, hatte ich mit diesem Genre nicht mehr viel zu tun. Aber ich will mich auf gar keinen Fall beschweren, ich bin zufrieden. Fände es aber sehr spannend in eine Glaskugel schauen zu können, um zu sehen, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich damals einen anderen Weg eingeschlagen hätte.

3. Hauptcharakterzug: Welchen persönlichen Hauptcharakterzug siehst du als besonders prägend für deine Persönlichkeit im täglichen Leben und in deiner kreativen Arbeit?

Fleiß, Ehrgeiz, Motivation, Authentizität, Bescheidenheit, Dankbarkeit und generell eine positive Einstellung sind in meinen Augen essentiell um erfolgreich zu sein, egal in welchem Bereich des Lebens. Außerdem sollte man mit Rückschlägen umgehen können, denn das gehört zum Leben dazu und ist auch wichtig, um sich stets weiter zu entwickeln und über sich hinaus zu wachsen. Außerdem sollte man nie vergessen, woher man kommt und das es neben der Karriere und der Musik auch noch wichtigere Dinge in diesem Leben gibt.

MPhaty Interview Frage 3

4. Wofür sollte sich die Szene schämen? Glaubst du, es gibt persönliche Aspekte in der Techno-Szene, für die sie sich schämen sollte? Wenn ja, welche persönlichen Ansätze würdest du verfolgen, um positive Veränderungen herbeizuführen?

Ich möchte hier niemanden an den Pranger stellen. Und das haben in der Vergangenheit auch schon einige meiner Kollegen angesprochen. Was ich Schade finde ist, dass die Musik heutzutage etwas in den Hintergrund gerückt ist und die Anzahl der Follower und die „hübschen“ Fotos gefühlt mehr bedeuten, als die Qualität der Musik. Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass das nicht rückgängig zu machen ist. Dementsprechend muss man sich irgendwie anpassen und akzeptieren, dass es ist, wie es ist. Ganz nach dem Motto, leben und leben lassen.

5. Anfänge und Inspiration: Wie bist du zum ersten Mal mit Techno in Berührung gekommen, und was hat dich dazu inspiriert, selbst Musik zu produzieren oder als DJ tätig zu werden?

Um ehrlich zu sein konnte ich mit elektronischer Musik in meiner Jugend überhaupt nichts anfangen. Fand sie zum Teil sogar ziemlich furchtbar. Ich habe damals sehr viel Hip-Hop und andere Musik gehört. Als ich dann endlich das Alter erreicht hatte, mit dem man legal Clubs betreten durfte, habe ich mich auch in Techno Clubs verirrt und mich mehr oder weniger Hals über Kopf in diese Musik verliebt. Damals war es noch sehr harter Techno, „Schranz“ um genau zu sein. Unter anderem die Musik von Chris Liebing, dessen Musik sehr ausschlaggebend dafür war, dass ich mich in den darauf folgenden Jahren selber mit der Musik beschäftigt habe und unbedingt verstehen wollte, wie sie funktioniert. Die Musik hat in mir eine Faszination ausgelöst, die ich gar nicht in Worten beschreiben kann. Kurz danach habe ich dann auch angefangen mit eigenen Produktionen zu experimentieren. Seitdem ist Techno mein stetiger Wegbegleiter und ich möchte diese Musik in all seinen Facetten auch nie mehr missen wollen.

6. Kreative Prozesse: Kannst du uns etwas über deinen kreativen Prozess bei der Produktion von Tracks erzählen? Gibt es bestimmte Quellen der Inspiration oder Rituale, die du während des Schaffensprozesses befolgst?

MPhaty Interview Frage 6

Zum einem mache ich sehr gerne Sport, u.a. Bikram Yoga, was für mich ein toller Ausgleich zum Alltag ist und irgendwo auch das Gegenstück zu meiner Musik darstellt, die in der Regel eher progressiv, hektisch, laut und dominant ist. Es hilft mir sehr um abzuschalten, runter zu kommen und neue Energie zu tanken. Ansonsten finde ich viel Inspiration, wenn ich zum Beispiel Serien/Filme auf Netflix schaue. U.a. fand ich den Soundtrack von der Serie „Squid Game“ richtig toll und inspirierend. Hat mir dann mehr oder weniger als Grundlage für einen Collaboration track namens ‚Widder‘ gedient, den ich zusammen mit Kadhem produziert habe. Ansonsten können es aber auch Alltagsgeräusche sein, die mich triggern bzw. meine Produktionen inspirieren. Ich war letzte Woche in Hong Kong. Eine tolle, laute und aufregende Stadt. Dort habe ich u.a. einen Sound aufgenommen, welcher dort an sämtlichen Ampelkreuzungen läuft, sobald die Ampel auf grün steht. Diesen werde ich wahrscheinlich in den nächsten Wochen in einem Track verarbeiten.

7. Einflüsse und Lieblingskünstler: Welche Künstler oder Bands haben dich maßgeblich beeinflusst, und gibt es jemanden, den du als deinen "Techno-Helden" betrachtest?

Mein Musikgeschmack ist sehr breit gefächert und hat denke ich auch meine Interpretationen von Techno beeinflusst. Dementsprechend ist die Liste sehr lang. Angefangen hat alles mit Pop und HipHop Acts aus den 90ern wie z.B. Ace of Base, DJ Bobo, Die Prinzen, Sylver, Eminem, Outcast, Ferris MC, und viele viele mehr. Techno-Held ist ein großes Wort, aber wie ich bereits erwähnt habe, hat Chris Liebing mich maßgeblich beeinflusst. Damals lief im HR Fernsehen die XXL-Clubnight, wo Chris ein Set gespielt hat. Dort bin ich über seine Musik gestolpert, die mich bis dato nicht mehr losgelassen hat.

MPhaty Interview Frage 7 - Chris Liebing

8. Live-Performances: Wie bereitest du dich auf Live-Auftritte vor, und gibt es bestimmte Rituale oder Gewohnheiten, die du vor einer Show pflegst?

Ich verbringe eher selten die Zeit bevor ich auflege im Club, sondern geniesse lieber die „Ruhe vor dem Sturm“ in meinem Hotelzimmer.

9. Publikumsinteraktion: Wie beeinflusst die Reaktion des Publikums deine Songauswahl während eines DJ-Sets oder deine Performance auf der Bühne?

Zum Teil ja, zum Teil nein, da ich einen bestimmten Sound spiele und mag, und der sich dementsprechend auch in meiner Trackauswahl widerspiegelt. In erster Linie muss mir die Musik gefallen, denn unterm Strich mache ich sie für mich. Wenn ich Glück habe gefällt es dem Publikum auch. Allerdings würde ich mein Set jetzt nicht unbedingt drastisch verändern, sollte das Publikum, aus welchen Gründen auch immer, die Musik nicht feiern.

MPhaty Interview Frage 9

10. Denkwürdige Momente: Gibt es ein besonders denkwürdiges Erlebnis oder eine Geschichte aus deiner Karriere, die du mit uns teilen möchtest?

Wie so oft im Leben geht es darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Es hatte mit einem Zufall zu tun, dass ich zu Steyoyoke gekommen bin. Damals habe ich Audio Engineering an der SAE in Berlin studiert. Eines Tages saß ich mit einem Kommilitonen in einem der Studios und habe an einem meiner Tracks gearbeitet. Im Gang gab es einen Bierautomaten, wo ich Bier holen wollte. Die Studiotür stand offen und Antonio Olivieri lief in dem Moment vorbei und hat mich dann auf den Track angesprochen, an dem ich gearbeitet habe. So hat eins zum anderen geführt und er hat mich kurz danach Chris vorgestellt, Soul Button, der zu dieser Zeit Steyoyoke gegründet hat und Artists für das Label suchte. Daraufhin habe ich in Kollaboration mit Antonio, damals noch unter meinen Alter Ego ‚I’m Fine’, das allerste Release für Steyoyoke machen dürfen, der Rest ist Geschichte. Schon witzig, wenn ich daran denke, dass ein so banaler Alltagszufall mir dazu verholfen hat seit nun mehr als 10 Jahren Teil dieses Labels zu sein, welches mit seinem Ethereal Techno Sound die Szene maßgeblich beeinflusst hat, worauf ich definitiv stolz bin.

MPhaty Interview Frage 10

11. Kollaborationen: Hast du Interesse an Kollaborationen mit Künstlern aus anderen Genres? Wenn ja, mit wem würdest du gerne zusammenarbeiten?

Da ich was Musik angeht sehr offen bin, könnte ich mir Kollaborationen mit sämtlichen Künstlern vorstellen. Da mir u.a. auch dunklere und härtere Sounds gefallen, fände ich eine Kollaboration mit Metallica ziemlich spannend.

12. Zukunftspläne: Was sind deine zukünftigen Projekte und Ziele? Gibt es etwas, auf das wir uns in naher Zukunft von dir freuen können?

Ich bereite gerade Ideen/Skizzen für ein Album vor, welches ich nächstes Jahr veröffentlichen möchte. Das Album soll „Weltreise“ heißen. Sämtliche Tracknamen sind Städtenamen, von Städten die ich entweder besucht, oder in denen ich gelebt habe, und die mich beeinflusst haben. U.a. habe ich in London, Chicago und Shanghai gewohnt und war dort auch in die lokale Musikszene involviert. Die Tracks sollen Sounds enthalten, die charakteristisch und symbolisch für Sounds in den jeweiligen Städten stehen.  

13. Genre-Exploration: Hast du Interesse daran, über den Techno hinaus in andere Genres zu experimentieren? Wenn ja, welche Genres könnten das sein?

Da könnte ich mir so gut wie alles vorstellen, aber ein Kollege meinte vor vielen Jahren mal zu mir, dass man, wenn man Erfolg haben möchte, sich auf ein Projekt konzentrieren sollte. Vermutlich hat er recht. Aber natürlich fließen in meine Musik auch Elemente aus vielen anderen Musikrichtungen mit ein. Ich denke jeder der Musik macht, wird in welcher Form auch immer beeinflusst, ob bewusst oder unbewusst.

MPhaty Interview Frage 13

14. Kreatives Blockieren: Wie gehst du mit kreativen Blockaden um, falls du mal Schwierigkeiten hast, neue Ideen zu entwickeln?

Computer aus machen und Abstand gewinnen! Ich denke Abstand ist insbesondere für den kreativen Prozess sehr wichtig, und erzwingen kann und sollte man nichts.  

15. Einfluss der Umgebung: Beeinflusst die Stadt oder der Ort, an dem du lebst, deine Musik auf irgendeine Weise? Gibt es Orte, die dich besonders inspirieren?

Da ich überhaupt kein Wintermensch bin und der Winter in Berlin ziemlich hart sein kann, merke ich insbesondere in dieser Zeit, dass sich das auch auf meinen Sound überträgt. Interessanterweise klingen die Sachen, die ich im Winter mache eher dunkler und kälter als das, was ich im Sommer produziere. Von daher denke ich, dass die Umgebung und die persönliche Verfassung sich auch auf die Musik überträgt.

MPhaty Interview Frage 15

16. Visualisierung in der Musik: Gibt es eine visuelle Komponente oder ein Bild, das du im Kopf hast, wenn du Musik produzierst? Wie versuchst du, Gefühle oder Stimmungen durch deine Musik zu vermitteln?

Ich habe bestimmte Farben für die verschiedenen Elemente und Sounds in meinen Musikprojekten. Die Kick ist grün, HiHats sind gelb, die Snares/Claps orange, Vocals lila usw. Warum das so ist kann ich nicht sagen, das hat sich im Laufe der Zeit ergeben und hilft mir sehr dabei den Überblick zu behalten und das „gesamte Bild“ betrachten zu können. Ansonsten geht es hier nicht um versuchen. Das ist ein subtiler Prozess, über den ich i.d.R. nicht nachdenke.

MPhaty Interview Frage 16

17. Verbindung zur Crowd: Wie schaffst du es, eine Verbindung zu deinem Publikum herzustellen, sowohl im Studio als auch während Live-Auftritten?

Ich denke, dass steht und fällt mit den persönlichen Präferenzen. Jeder hat seinen eigenen Geschmack und das ist auch gut so. Ich für meinen Teil versuche mein Bestes, Menschen mit meiner Musik zu unterhalten.

MPhaty Interview Frage 17

18. Techno als Lebensstil: Siehst du Techno eher als Musikgenre oder als Lebensstil und kulturelle Bewegung? Wie beeinflusst dies deine Herangehensweise an die Musik?

Ich bin in den 80er Jahren geboren und in dieser Zeit war Techno und die ersten Technoparties definitiv eine kulturelle Bewegung und hat die Musiklandschaft der Zukunft maßgeblich beeinflusst. Heute würde ich es nicht unbedingt als Lebensstil bezeichnen, sondern mehr als stetigen Wegbegleiter, mit dem man sowohl Aufs, als auch Abs erlebt.

19. Lieblings-Club oder Veranstaltungsort: Gibt es einen bestimmten Club oder Veranstaltungsort, den du als deinen Lieblingsort für Auftritte betrachtest, und warum?

Ich habe viele tolle Erfahrung machen dürfen. Zum Beispiel hatte ich ein Gig im Egg London. Die Nacht war ziemlich verrückt und ist mir immer in Erinnerung geblieben. Eine echt tolle Location, und ein ziemlich spezielles Publikum. Außerdem habe ich in Sousse in Tunesien auf einem Festival an einem Strand gespielt und in den paar Tagen sehr tolle, herzliche Menschen kennen gelernt. Eine solche Erfahrung steht und fällt für mich persönlich auch immer mit den Menschen, die man dort kennen lernt und die einen umgeben. Und ich darf mich glücklich schätzen, dass ich was das angeht bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht habe.  

MPhaty Interview Frage 19

20. Rückblick auf Anfänge: Wenn du auf deine Anfänge als DJ oder Produzent zurückblickst, gibt es etwas, das du deinem jüngeren Selbst raten würdest?

Nicht zu viel Hinterfragen, sondern einfach machen. Von nichts kommt nichts. Und dann gibt es für mich eine goldene Regel, die mir in vielen Situationen geholfen hat: „Weniger ist mehr!“

MPhaty Interview Frage 20

21. Digital vs. Analog: Wie stehst du zu der Debatte zwischen digitaler und analoger Musikproduktion? Hast du eine klare Präferenz?

Da beides in meinen Produktionen vorkommt, habe ich da keine Präferenz. So wie die meisten Dinge im Leben hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich denke die Mischung macht’s!

MPhaty Interview Frage 21

22. Reisen und Touren: Wie beeinflussen Reisen und Touren deine Musik und kreative Energie? Hast du Lieblingsorte, an denen du besonders gerne auflegst?

Ich reise sehr gerne und am liebsten weit. Mit Menschen auf der anderen Seite des Planeten über die Musik zu connecten fand ich schon immer sehr spannend. Bestimmte Orte gibt es da nicht. Ich habe viele tolle Erfahrungen im Ausland machen dürfen. Zum Beispiel in Florianopolis in Brasilien, wo wir mit dem Label mal einen Winter verbracht haben. Oder auch an Heiligabend vor 2 Jahren, als ich in Belgrad im ‚Art Pavilion Cvijeta Zuzoric’‚ einem Museum gespielt habe. Dieses Jahr war ich auf einem Festival in Cumbria, in der Nähe von Schottland, was auch eine sehr schöne, wenn auch regnerische Erfahrung war. Fühlt sich schon immer wie ein kleines Abenteuer an, was sehr erfüllend und aufregend sein kann und was ich auch immer als Privileg verstanden habe, wenn ich als internationaler DJ unterwegs war.

MPhaty Interview Frage 22

23.Einfluss von Technologie: Welche Auswirkungen hat die fortschreitende Technologie auf die Art und Weise, wie du Musik produzierst oder auflegst?

Momentan noch keinen. Ich bin aber gespannt in welche Richtung es geht, sobald künstliche Intelligenz in der Lage sein wird gute Tracks zu produzieren, und welchen Einfluss das in Zukunft auf die Musikszene haben wird. 

24. Kollaborationen mit Visual Artists: Kannst du dir vorstellen, in Zukunft mit Visual Artists zusammenzuarbeiten, um deine Musik mit visuellen Elementen zu verbinden?

Definitiv, die Jungs von Afterlife zeigen was heutzutage möglich ist. Auch bei einigen unserer Steyoyoke Parties haben wir mit 3D-Mapping Künstlern zusammen gearbeitet, was auf den Parties einen tollen Effekt hatte und ich denke dem Publikum gefällt sowas auch.

25. Verhältnis zu Fans: Wie gehst du mit deinen Fans um, insbesondere in der heutigen Zeit der sozialen Medien?

In erster Linie respektvoll. Das Wort Fans finde ich schwierig, ich würde hier eher von Gleichgesinnten sprechen. Ich bin dankbar, wenn ich mit der Musik für die ich stehe, Menschen erreichen, begeistern und sie mit ihnen teilen kann. Und ich denke, man sollte generell Menschen so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

26. Erfahrungen mit Vinyl: Hat Vinyl eine besondere Bedeutung für dich, und wie siehst du die Renaissance von Vinyl in der elektronischen Musikszene?

Definitiv! Für mich hat alles mit Vinyl angefangen. Meine ersten Plattenspieler habe ich zu meinem 13. Geburtstag geschenkt bekommen. Und ich habe auch viel Musik auf Vinyl veröffentlicht. Es ist nach wie vor ein besonderes Gefühl Platten aufzulegen, was ich heute noch ab und zu tue. Ich bin erst im Laufe der Jahre zum digitalen Auflegen gekommen und spiele heute auch lieber digital, in der Regel mit Traktor von Native Instruments. Vergleichen kann man es in meinen Augen allerdings nicht. Es sind 2 völlig unterschiedliche Ansätze Musik aufzulegen. Am Ende ist es meiner Meinung nach auch nicht wichtig, in welcher Form man die Musik präsentiert. Hauptsächlich geht es darum, dass Publikum zu unterhalten und zu begeistern. Auf welche Art und Weise ist hierbei sekundär. Mit Platten aufzulegen ist ja heutzutage schon eher eine Ausnahme und sieht man auch nicht mehr so häufig. Dennoch gehört es für mich beim DJing zu den Basics, die jeder DJ beherrschen sollte. Und ich hoffe auch sehr, dass uns Vinyl noch lange erhalten bleibt!

27. Favorisierte Set-Länge: Hast du eine bevorzugte Set-Länge, um deine künstlerische Vision optimal zu präsentieren, und warum?

Ich spiele lieber kürzere Sets zwischen 2-3 Stunden, da ich mich hier austoben kann und es auch einfacher ist die Energie hochzuhalten, was ich schon immer sehr gemocht habe.

28. Zukunft der Techno-Musik: Wie siehst du die Zukunft der Techno-Musik? Gibt es Entwicklungen oder Trends, auf die du besonders gespannt bist?

Das ist eine sehr spannende Frage und auch nicht leicht vorherzusehen. In welche Richtung es als nächstes geht steht sprichwörtlich in den Sternen. Zumeist gibt jemand eine bestimme Richtung vor und das verselbstständigt sich dann in der Regel und Andere springen auf diesen Zug auf.

"Wir sagen Danke!"

Wir möchten unsere aufrichtige Dankbarkeit an MPathy ausdrücken, nicht nur für seine musikalische Brillanz, sondern auch für seine beeindruckende Offenheit und Zusammenarbeit. Das fesselnde Interview und der zauberhafte Steyoyoke Podcast #105, sind ein Spiegelbild von MPathy’s Leidenschaft für die elektronische Musik.

Seine Bereitschaft, Einblicke in seine kreative Welt zu gewähren, hat nicht nur unsere Leser, sondern auch unser gesamtes Team inspiriert. Die einzigartige Persönlichkeit von MPathy und sein Engagement für die Musik haben einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen.

Vielen Dank, MPathy, für die Schaffung von Klanglandschaften, die uns alle verzaubern. Wir freuen uns auf weitere musikalische Abenteuer und Innovationen von diesem talentierten Klangabenteurer.

Mit herzlichen Grüßen,

@M8_Sound

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Itsjackenley

    Alll you need to know about him 👏🏼💎

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